Kleine Papiergebäude aus dem PC
Diese einfache Methode eignet sich besonders für kleine Spuren (N 1:160 und Z 1:220). In dieser Größe sind die Gebäude auch ausreichend stabil. Für größere Maßstäbe ist eine Verstärkung der Konstruktion und auch eine stärkere Detailierung empfehlenswert. So sollte bei Türen, Fenstern und anderen „gezeichneten" Anbauteilen der Schattenwurf berücksichtigt werden, oder man druckt die entsprechenden Teile separat, schneidet z.B. das Fenster aus und setzt das neue Fenster von hinten ein, evtl. mit einer zusätzlichen Zwischenlage aus Papier oder Karton. Dadurch wird der räumliche Eindruck wesentlich verbessert.
Die meisten Zeichenprogramme haben ähnliche Funktionen und man braucht
nicht tief in das Programm einzusteigen. Für so einfache flächige Zeichnungen reichen in der Regel die Grundfunktionen des Programms aus. Alle Teile sind aus Rechtecken und Linien zusammengesetzt und dann als Ganzes gruppiert. So kann ein fertiges Fenster z.B. beliebig oft kopiert und verschoben werden.Es soll nicht verschwiegen werden, dass die ganze Aktion natürlich nicht in fünf Minuten erledigt ist, vor allem dann, wenn man sich erst noch mit einem entsprechenden Programm vertraut machen muss. Aber das ist genau das Richtige für lange Winterabende und das Ergebnis ist dann immer wieder abrufbar und sehr variabel. So kann die gleiche Hütte auf dem Bahngelände in Originalgröße stehen und im Hintergrund noch mal 20% verkleinert (für die Perspektive) oder in Farbe und Ausstattung verändert mehrfach nebeneinander usw.
Station und
Güterschuppen in RAILSEND (Spur N). Der Güterschuppen hat zusätzlich eine
Holzladerampe auf beiden Seiten.
Ausgedruckt wird auf 105g oder 110g Papier Papier, das ist meist die Obergrenze, die ein normaler Standartdrucker verträgt. Das Ausschneiden geht am besten mit einem dünnen Stahllineal und einer scharfen Klinge (Safety first!)
Die Dachflächen werden extra erstellt aus dem gleichen oder stärkerem Papier und dann entsprechend weiterbehandelt. Solch kleine Gebäude sind meist mit Dacheindeckungen aus Teerpappe versehen. Dazu schneide ich maßstäblich breite Streifen aus dünnem Papier und klebe sie auf die ausgeschnittene Dachfläche. Nach dem Trocknen des Klebers wird das ganze mit schwarzer Plakafarbe, der ein paar Tropfen Silber beigemischt ist, eingestrichen.
Evtl. bleiben nach dem Trocknen der Farbe ein paar kleine Wellen in der Teerpappe – wie in Wirklichkeit! Man könnte die Teerpappe Streifen auch aus feinem Schleifpapier schneiden, das Normalpapier sieht aber nach der Farbbehandlung genauso gut aus und lässt sich wesentlich besser verarbeiten.
Gert Weinmann